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Babez for Breakfast (2010)

 

Der fünfte Longplayer aus dem Hause Lordi wird mit einem ausgefallenen Cover serviert, das um ein Haar der Zensur anheim gefallen wäre. Im Endeffekt wurde nicht das komplette Bild, sondern nur ein Ausschnitt desselben für das Cover verwendet, das Motiv an sich ist das gleiche, bis auf ein wenig nackte Haut wird der Welt nichts vorenthalten.
Musikalisch regiert das neueste Lordi-Baby zwischen Licht und Schatten, und wird nach den hohen Erwartungen wohl für einige kontroverse Diskussionen sorgen. Einerseits präsentieren sich die Monster was das Songwriting angeht so stark wie nie, andererseits wird mit dem Mix des renommierten Produzenten Michael Wagener nicht jeder Fan glücklich werden. Das Album bleibt über weite Strecken flach, mit teilweise zu sehr in den Hintergrund gesetzten Gitarren, und kommt erst bei voll aufgerissener Lautstärke und nach ein wenig Knöpfchengespiele am Equalizer mit der Jumbo-Jet ähnlichen Gitarrenwand der Proberaumaufnahmen um die Ecke - zur Freude der gesamten Nachbarschaft.
Als Intro des Albums darf man der Geburt eines Monsterbabys beiwohnen, während dem geneigten Hörer sodann als Opener im Uptempo Babez for Breakfast kredenzt werden, mit einer Portion Doublebass als Beilage. Das höhere Tempo steht den Monstern gut zu Gesicht, genau wie die rotzig-derben Klänge die direkt danach bei dem Stampfer "This Is Heavy Metal" (gleichzeitig die erste Singleauskopplung) die Wohnungseinrichtung zum Wackeln bringen. Doch dann ist es mit der monströsen Härte erst einmal vorbei, es folgt mit Rock Police ein ziemlich weichgespülter Song mit einem karibisch anmutenden Keyboard-Intro. Die Quoten-Ballade des Albums liefert "Call Off The Wedding" mit Co-Writer Unterstützung von Bruce Kulick, der es sich wie schon auf "The Arockalypse" nicht nehmen lässt auch das Gitarrensolo zu dem Song beizusteuern. Mit einem getragenen Intro auf der Akustikgitarre entwickelt sich das Stück trotz oder gerade wegen der sanften Klänge in Verbindung mit der räudigen Stimme des Obermonsters zu einem der Highlights des Albums. Der Abwechslungsreichtum des Albums zeigt sich in dem fast schon etwas industrial-lastig klingenden "I Am Bigger Than You", bei "Give Your Life For Rock And Roll" das mit einem Gospel-Chor überrascht, einem Akustikgitarren-Intermezzo namens "Amen's Lament To Ra", sowie dem von einer Orgel begleiteten Rausschmeißer "Devil's Lullaby" das Lordi's Vorstellung eines Schlafliedes ziemlich perfekt wiedergibt. Typische Lordi-Lyrics mit einer Riesenportion rabenschwarzem Humor sowie Mark Slaughter in einer Sprechrolle sorgen bei "Granny's Gone Crazy" dafür dass sich dem Hörer ein breites Grinsen ins Gesicht tackert, wobei die Lyrics dieses Titels trotz allen Spaßes einen gewissen sozialkritischen Touch offenbaren. Das Potenzial sich zu einem richtigen Live-Kracher zu entwickeln hat der groovige Ohrwurm "Nonstop Nite", dessen sich nach kürzester Zeit in den Gehörgängen fest fräsender Refrain einfach zum Mitgröhlen einlädt.
Alles in Allem servieren Lordi mit "Babez For Breakfast" ein sehr abwechslungsreiches Album, das wohl (ähnlich wie der 2004er-Output "The Monsterican Dream") in etwa gleich viele Liebhaber wie Gegner finden wird. Ob man es nun liebt oder hasst, stellt sich trotzdem die Frage, was wird - nach Babies zum Frühstück und Schlampen zu Mittagessen - jetzt eigentlich zum Abendessen aufgetischt...?
 

Das Album kann man nebst der Standard-Version in den USA auch noch als Limited Edition mit Babylätzchen erwerben, und auch eine limitierte Box-Edition ist noch geplant.

 

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letztes Update: Januar 2015

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