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The Monsterican Dream (2004)

 

Der zweite Output der finnischen Monster kommt im bereits vom Debüt gewohnten Gewand daher, mit hübscher Aufmachung aus kultverdächtigen Illustrationen. Dieses Mal hat sich das Obermonster daran gewagt, für jeden Song ein oder mehrere Bilder zu malen, die die Story des Songs erklären sollen. Am besten gelungen, sind hierbei die Illustrationen zu "Pet the Destroyer", "Haunted Town" und "Kalmageddon".

Für die Produktion dieses Longplayers zuständig zeigt sich Hiili Hiilesmaa, der bereits für "Get Heavy!" erste Wahl war, jedoch zu diesem Zeitpunkt leider keine Zeit hatte. Für die Band war es sehr interessant und lehrreich mit Hiili zu arbeiten, da er die Musiker zu wahren Höchstleistungen antrieb. Gemäß seinem Motto "Wir sind im Studio um zu arbeiten!" wurden die Aufnahmen in Rekordzeit abgeschlossen.

Von den 40 Songs die die Band seit ihrem fulminanten Debüt geschrieben hat, schafften es letztendlich 12 auf das fertige Album. Zwei weitere Songs ("Hell with a Pop" und "Pyromite") wurden als B-Sides auf der Maxi "Blood Red Sandman" veröffentlicht. Besonders interessant ist hierbei die Geschichte zu "Magistra Nocte", dem einzigen echten Instrumentalstück auf "The Monsterican Dream". Ursprünglich sollte das Klavierstück ein Intro zu Kalmageddon darstellen, wurde jedoch dann als eigener Track ausgekoppelt, wodurch sich die Länge von nur 1:33 Minuten erklärt.

Auch treten auf diesem Album erstmals alle Bandmitglieder als Songwriter in Erscheinung, was jedoch nicht abgesprochen war. Es wurden einfach nur die besten Stücke ausgewählt, ohne krampfhaft darauf fixiert zu sein von jedem Musiker einen Song mit aufzunehmen.

Generell bietet der zweite Longplayer eine gute Übersicht über die volle Bandbreite des Monstersounds, und kann musikalisch mit "Get Heavy!" vollauf mithalten, wobei sich dieses Mal ein wenig mehr Abwechslung in Form von balladesken Liedern einschleicht. Vor allem  im etwas poppigeren "My Heaven is your Hell" das als erste Singleauskopplung gewählt wurde, schlagen Lordi überraschend softe Töne an. Auf dem langsamen Stück "The Children of the Night" zeigt der Gesang ein wenig Schwächen, ebenso bei dem groovigen "Kalmageddon", dessen kleine, fiese Keyboard-Melodie sich ziemlich im Ohr festsetzt. Für Verwirrung bei den Reportern sorgte das flotte Stück "Wake the Snake", wo Lordi sich nicht nur einmal die Frage anhören musste, ob er denn in dem Song über sein bestes Stück singt. Falls sich noch jemand dasselbe denken sollte, sei er an dieser Stelle beruhigt: Lordi verschwendete keinen Gedanken an sein Liebeswerkzeug, als er diesen Song schrieb. Im textlich grandiosen "Pet the Destroyer" schließlich, langen Lordi mit fast schon Rammstein-artigen Riffs ordentlich hin, und laden zum unbeschwerten Mitgröhlen ein. Neben diesem Song, ist eindeutig die Hitsingle "Blood Red Sandman" mit dem dazugehörigen überwältigenden Video das Highlight schlechthin, und entwickelt sich schon beim flüchtigen Hineinhören zum absoluten Ohrwurm. Ursprünglich hieß das Stück "Blood Red Santa", wurde aber wegen der bekanntlich rassistischen Einstellung der Musikbranche zum Thema Weihnachten umbenannt, um zu vermeiden das der Titel nur zur Weihnachtszeit gespielt wird.

Die im Vergleich zum Debütalbum teilweisen gesanglichen Schwächen erklären sich, wenn man weiß das Lordi ausgerechnet zu dem Zeitpunkt als er die Leadvocals einsingen sollte, ziemlich krank wurde. Besonders bei "Children of the Night" merkt man dieses, da er stellenweise etwas krächzend wirkt. Anders jedoch beim Song "Kalmageddon", wo die leicht nasal wirkende, kränkelnde Stimme des Höllenfürsten exzellent mit der Stimmung des Songs harmoniert. Das war auch letztendlich der Grund, warum die Vocals gerade in diesem Stück so belassen wurden.

Die im Vergleich zum Vorgängeralbum härtere, mehr in den Metal-Bereich gehende Produktion mit stellenweise sehr derbem Gitarrensound, knackig-kräftigem Bass aber etwas schwachbrüstigem Schlagzeug passt gut zu der düsteren Grundstimmung des Albums. Sie wird aber gleichzeitig, genau wie es Lordi bereits in einigen Interviews angekündigt hat, möglicherweise einige Fans des doch eher glattpolierten Sounds des Debütalbums abschrecken. Ob man die Scheibe nun mag oder nicht, sie fördert definitiv eine weitere Facette der rockenden Monster zutage.

 

Jedem der sich "The Monsterican Dream" leisten möchte, ist unbedingt zu empfehlen sich die Special Edition zu leisten. Diese enthält nämlich den 30-minütigen surrealistischen Horrorkurzfilm "The Kin", in dem die Bandmitglieder mitspielen. Der Film ist äußerst professionell produziert, und könnte ohne weiteres direkt aus Hollywood stammen.

Ebenfalls auf der DVD enthalten ist ein Making-Of, das sowohl vom Dreh des Musikvideos "Blood Red Sandman", als auch vom Set des Films berichtet.

 

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letztes Update: Januar 2015

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