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Scare Force One (2014)

 

So ist es denn geschehen, die verflixte Sieben hat nun auch Lordi ereilt. Sieben? Sind es wirklich schon sieben reguläre Studioalben die unsere Monster auf dem Buckel haben? Tatsächlich... wie die Zeit vergeht!
Nicht allzu lange Zeit gelassen haben sich Lordi dieses Mal allerdings, ist doch die Pause zwischen den vorletzen Album und der vorliegenden, brandneuen Monsterscheiblette mit gut eineinhalb Jahren relativ kurz. Wenig überraschend wurde die auf dem Vorgänger To Beast Or Not To Beast eingeschlagene Richtung beibehalten, und sogar ein wenig weiterentwickelt. Die Monster kehren sich auf dem neuen Silberling ein wenig ab von der klassischen, simplen Hardrock-Songstruktur, und öffnen sich ein wenig mehr den Metal-lastigen Strukturen. Entsprechend sind auch die Titel nicht mehr in durchschnittlich drei Minuten abgehandelt, sondern erstrecken sich schon einmal über mehr als fünf Minuten.
Ein gutes Beispiel für den frischen Songwriting-Wind ist schon der Titeltrack "Scare Force One" - bei dem man aber nach dem ungewöhnlichen Intro mit gotischen Chorälen erst einmal das Gefühl hat die falsche CD erwischt zu haben, so derb brettern Lordi ezunächst los. Aber nach einer halben Minute ist alles wieder im Lot, und die Monster schalten in den Partymodus - Ohrwurmmelodien inklusive. Dass sie es mit etwas mehr Tempo auch gut drauf haben, beweisen Lordi vor allem bei dem aberwitzig-makaberen "How To Slice A Whore" das geradezu prädestiniert für die Live-Situation erscheint.
"Hell Sent In The Clowns" überrascht mit Zirkusmelodie, und bei dem coolen "Monster Is My Name" darf das Obermonster wieder einmal herzhaft fluchen - auch das braucht der Mensch, äh, pardon, das Monster mal. Eine Ohrwurmmelodie erwartet einen bei dem etwas sanfteren "Cadaver Lover", das tatsächlich ein klein wenig an das softe 2010er-Album Babez For Breakfast erinnert, aber dabei deutlich runder rüberkommt.
Richtig beknackt schließlich die erste Singleauskopplung "Nailed By The Hammer Of Frankenstein" - ein flotter Partyrocker mit Keyboard-Hookline im Stil von "The Riff", bei dem es nur um das Eine geht. Naja gut, vielleicht nicht alleinig um das Eine - trotzdem ist es irgendwie herzerfrischend die Monster einfach einmal frei von der Leber weg relativ sinnfrei über Sex und Alkohol gröhlen zu hören. Auch das braucht man manchmal einfach... ach halt, das wurde ja bereits erwähnt.
Aber auch ruhigere Töne kommen auf Scare Force One nicht zu kurz - so darf sowohl Amen seinem Akustikwerk "Amen's Lament To Ra" einen zweiten Teil hinzufügen, als auch Hella einen Einblick in ihre persönliche Songküche geben, und bei ihrem Klavierstück "Hella's Kitchen" auch noch eigenen Gesang beisteuern. Mit "The United Rocking Dead" und "House Of Ghosts" sind auch zwei Midtempo-Stampfer im typischen Lordi-Stil vertreten, und "She Is A Demon" könnte mit seinem fetten Sound und dem chineastischen Aufbau auch von The Monsterican Dream stammen.
Als Rausschmeißer fungiert dann das lässige "Sir, Mr Presideath, Sir!" auf dem vor allem der Keyboard-Stil stark Deadache-orientiert ist. Der Army-Chor in der Bridge zaubert ein breites Grinsen aufs Gesicht, und das dem Song direkt angehängte Outro des Albums mit über einer Minute Länge lässt einen zurückdenken an selige Arockalypse-Zeiten - natürlich nur so lange bis man mit dem Flugzeug... ach, aber das sei besser noch nicht verraten.
Produzent Mikko Karmila hat den Monstern nach dem suboptimalen, weichgespülten Wagener-Stil endlich wieder einen richtig kernigen Sound mit ansprechendem Wumms geklöppelt, was die Gesamtaussage des Albums so richtig fett unterstreicht. So will man das hören. Scare Force One zündet, vergleichbar wie mit The Monsterican Dream und Deadache, nicht gleich beim ersten Durchlauf. Es braucht ein paar Durchgänge bis sich das Album öffnet, aber sich dann nur umso stärker in den Gehörgängen festfrisst. Lordi schaffen es mit Scare Force One sowohl ihre neue, härtere Ausrichtung zu behalten und weiterzuentwickeln, als auch ihre liebgewonnenen Trademarks perfekt zu integrieren.

Nach einem Durchhänger und einem guten Album liefern Lordi endlich wieder haargenau das ab wofür man sie liebt: Ein fettes Album voll absurden Horror-Rocks der Extraklasse, das einfach von Vorne bis Hinten Spaß macht, und dabei die Hütte vom Keller bis zum Dachboden rockt. "Thank you for flying Monsterican Air!"

Scare Force One gibt es nebst der regulären Digipak-Version auch als limitierte Gatefold-Vinyl in Orange, und als ebenfalls limitiertes Boxset.
 

 

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letztes Update: Januar 2015

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