How to live in a Monsterfamily?

Teil 1

 

Das ich einen an der Waffel hatte, darin waren sich im Heim alle einig.

Ich war im Kinderheim aufgewachsen und lebte nun schon seit 15 Jahren dort.

Ich war von Anfang an anderes gewesen. Ich hatte andere Hobbys und Interessen, sah anderes aus und benahm mich anderes. Anfangs hatten sich die anderen über mich lustig gemacht. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und fing an jeden zu terrorisieren der es wagte mich zu provozieren.

Wer sich mir in den Weg stellte, konnte nicht mehr ruhig schlafen. Auch die Erzieherinnen hatten schnell begriffen, dass es besser war, mich einfach in Ruhe zu lassen. Ich hatte mich zu einer Bestie entwickelt. Es wäre nie einer auf die Idee gekommen, dass mich jemand adoptieren würde. Ich selbst am wenigsten. Deshalb war ich auch völlig baff als mich die Leiterin des Heims eines �schönen� Tages in ihr Zimmer rief um mir zu verkünden, dass mich

eine Familie aufnehmen würde. Nachdem die Botschaft endlich in meinem Hirn angekommen war und ich einige Zeit darüber nachgedacht hatte, kam ich zu dem Schluss, dass die es nicht eine Woche mit mir aushalten würden. Ich konnte ja nicht ahnen was mir bevorstand.

Und so packte ich eines schönen Herbstmorgens meine Sachen. Gen Nachmittag kam ein Taxi auf den Hof  gefahren. Der Fahrer � ein kleiner dicker Mann mittleren Alters - lud meine Koffer ein. Es war allen anzusehen, dass sie froh waren mich loszuwerden.

Die Heimleiterin kam noch einmal auf mich zu um sich von mir zu verabschieden.

?Viel Glück. Wir hoffen alle, dass du dich gut mit deiner neuen Familie verstehst, � sagte sie lächelnd und drückte mir eine Zugfahrkarten in die Hand.

 Ich musste unwillkürlich grinsen. ?Sie tun ja so als wäre ich für immer weg.�

Für einen Moment schaute sie mich leicht irritiert an. Dann lächelte sie wieder. Es war ein seltsames Lächeln. Ich stieg ins Taxi. ? Bis in einer Woche�, rief ich ihr noch zu.

Dann gab der Fahrer Gas. Er fuhr mich zum nahe gelegenen Bahnhof.

Dort stieg ich in den Zug ein. Ich fand ein Abteil in dem nur eine alte Dame saß.

Sie sie sah mich freundlich an, als ich mich in einen Sitz fallen ließ.

Ich nickte ihr zu und schaute dann aus dem Fenster. Felder und Wiesen zogen vorüber.

Ab und zu ein kleiner Bauernhof. Der Zug hielt gelegentlich an einem kleinen Bahnhof.

Nach und nach wurde es leerer. ?Wo soll�s den hin gehen ?�, fragte die Dame mich interessiert. ?Endstation�, murmelte ich knapp. Der freundliche Blick verschwand von ihrem Gesicht. ?Oh�, sagte sie nur. Dann starrte sie auch aus dem Fenster. An der nächsten Haltestelle stieg sie aus. Nun ich ganz allein im Zug. Der Blick aus dem Fenster hatte sich verändert. Die Felder und Wiesen waren einer grauen Felslandschaft gewichen. Kleinere und größere Nadelwäldchen ragten  aus den Felsen hervor.  

Dann hielt der Zug abermals an einem winzigen Bahnhof.

?Endstation. Bitte aussteigen�, tönte eine weibliche Stimme aus den Lautsprechern im Abteil.

Ich nahm meine Koffer und schleppte sie zum Ausgang.

Der �Bahnhof� war lediglich eine kleine Holzhütte neben den Schienen.

Ich sah dem Zug nach bis er zwischen den Felsen verschwand. Dann setzte ich mich auf einen großen Stein und wartete. Die Minuten verstrichen. Ich hob einen kleinen Zweig auf und brach ihn in der Mitte durch. Aus einem Zweig wurden 10. Aus 10 Minuten 20.

Dann endlich, als ich schon dachte ich müsste die Nacht im Wald verbringen, hörte ich das Brummen eines Motors das schnell lauter wurde. Und dann bog ein großes schwarzes Auto um die Ecke. Es hielt neben dem Holzhäuschen. Ich erhob mich von meinem Stein.

Die Wagentür öffnete sich und ausstieg eine große Gestallt. Sie schaute umher und drehte sich dann zu mir um. Ich stolperte endsetzt einen Schritt rückwärts. Ich blickte in ein halb zerfallenes Gesicht. Es war mit einer grauen Haut überzogen. Lange weiße Harre hingen über die Schultern hinab. Zwei gelbe Augen fixierten mich.

Ein Zombie. Es trug einen schwarzen nietenbesetzten Ledermantel und eine Zerrissene Hose. Auf dem Kopf saß ein schwarzer Zylinder. Ich starrte den Zombie mit großen Augen an.

Er öffnete den Mund. ?Was is ?�, fragte er mit einer  dunklen Stimme.

?Bist du die Kleine aus dem Heim die ich hier abholen soll ?�

?Ich?ich weiß nicht�, stotterte ich. ?Wie du weißt nicht ? Du wirst doch wohl wissen

ob du aus dem Heim kommst oder nicht.�

?Ähh?ja ich glaube schon.� Ich war völlig verwirrt. ?Na dass will ich hoffen. Nich dass ich hier noch die falsche ankarre. Ich bin übrigens Kalma.� Ich starrte ihn immer noch an.

Er schaute abwartend zurück. ?Und du ?�, fragte er als ich keine Anstallten machte etwas zu sagen. Ich schaute ihn erschrocken an. ?Lilith. Ich heiße Lilith�, beeilte ich mich zu antworten. ?Na dann steig mal ein�, meinte er und machte eine Geste in Richtung Auto.

Ich setzte mich langsam in Bewegung. Kalma hielt mir die Tür auf. Vorsichtig kletterte ich in den Wagen. Wir fuhren weiter in den Wald hinein. So groß hatte er gar nicht ausgesehen.

?Wie alt bist du denn Lilith ?�, fragte Kalma. ?15 Jahre�, murmelte ich ängstlich. Wo war ich da nur hinein geraten. Ich war zwar eigentlich ein Fan von Horrorstorys und ich hatte auch schon davon gehört das es tatsächlich Monster gab. Aber dass ich selber mal einem über den Weg laufen würde, daran hätte ich im Traum nicht gedacht. Kalma fuhr auf einer schmalen Straße immer tiefer in den Wald. Je weiter wir kamen desto dunkeler wurde es.

Schließlich bog er in einen kleinen Nebenweg ein.

Nach gut 100 Metern endete dieser. Und dann tauchte zwischen den Bäumen eine gigantische Villa auf. Sie war aus gelbem Stein gebaut. Mit einer großen Terrasse, vielen großen und kleinen Fenstern, einem grauen Schieferdach und einem kleinen Turm mit türkiser Haube.

Umgeben war sie von einem riesigen Garten. Ich schluckte. Kalma hatte den  Wagen schon verlassen und lud meine Koffer aus. Ich öffnete die Autotür und setzte meine Füße auf den Boden. Ich zitterte leicht. Dann gab ich mir einen Ruck und stand auf. Ich ging langsam auf das Haus zu. Noch bevor ich die Gartenpforte erreicht hatte flog die Haustür auf und eine weibliche Gestallt näherte sich mir. Eine Walküre mit langem blondem Haar.

Ich erstarrte. Sie blieb vor mir stehen und lächelte mich an wobei sie zwei Reihen nadelspitzer Zähne entblößte. ?Willkommen. Du bist bestimmt Lilith. Ich bin Enary.� Sie streckte mir ihre Hand entgegen. Ich wollte etwas sagen, aber meine Stimme gehorchte mir eben so wenig wie meine Hände.

?Du bist etwas nervös. Du brauchst keine Angst zu haben. Komm erst mal rein.�

Enary schob mich ins Haus. Es war von ihnen noch größer als es von außen wirkte.

Sie bugsierte mich in die geräumige Küche. Am Küchentisch saßen zwei Gestallten.

Die eine � eine Mumie � drehte sich um als wir herein kamen.

?Hab  ich dir nich gesagt, dass ich kein Menschenfleisch mag.

Das bleibt mir immer zwischen den Zähnen hängen.�, sagte sie an Enary gewand.

?Halt die Klappe Amen. Sonst hast du gleich keine Zähne mehr zwischen denen dir was hängen bleiben kann.�, fauchte die Walküre.

?Das is Amen. Nimm ihn nich so ernst. Das macht er immer wenn er Minderwertigkeitskomplexe hat.� sagte sie zu mir ?Und das is Lordi.�

Auch Lordi drehte sich zu mir um. Er hatte ein zerfurchtes Gesicht, einen zottigen Bart und lange schwarze Haare. Seine Augen waren rot und ich hatte das Gefühl von seinem Blick geröntgt zu werden. ?Unser Neuankömmling�, sagte er mit einer Stimme von der ich eine Gänsehaut bekam. ?Willkommen�, er grinste. Meine Knie wurden weich. DAS war meine neue Familie ? Vier blutrünstige Monster. Das hatte sich unsere Heimleiterin ja fein ausgedacht. Ich hatte mit allem gerechnet. Aber nicht mit so was. In diesem Moment erschien noch jemand im Türrahmen. Ein Wesen wie ich es noch nie gesehen hatte.

Das erste was ich registrierte waren seine Zähne. Daumendicke gelbe Hauer.

 Das Geschöpf hatte genau wie Lordi langes schwarzes Haar. Aber seine Augen waren blau. ?Hi�, sagte es. Das war zu viel für mich. Alles um mich herum fing an sich zu drehen. Ich merkte nur noch wie meine Beine nachgaben. Dann wurde alles schwarz.

 

 

Als ich wieder zu mir kam, dachte ich erst ich hätte das alles nur geträumt.

Ich öffnete die Augen in der Erwartung in meinem Bett im Heim zu liegen.

Denkste. Ich richtete mich auf und sah mich um. In das Bett in dem ich lag hätten locker drei  Leute gepasst. Das Zimmer in dem das Bett stand war riesig. Es war weiß gestrichen und sah eigentlich ganz nett aus. Ein Blick aus dem Fenster verriet mir das ich in der obersten Etage sein musste. Ich schaute mich grade noch etwas um als sich leise die Tür öffnete. Ich fuhr erschrocken herum. Das Wesen mit den blauen Augen kam herein. ?Oh, du bist wach.�, sagte es. ?Das war gestern wohl etwas viel. Tut uns Leid wenn wir dich erschreckt haben. Ich bin übrigens Kita auch Manbeast genannt.� Ich grinste nervös. ?Hey, du brauchst echt keine Angst haben. Wir sehen zwar etwas furchterregen aus, aber wir werden dich schon nicht auffressen.�, meinte er.

?Wen du Hunger hast, kannst du mit runterkommen. Bei uns steht eigentlich jeder auf wann er will. Deshalb ist der Frühstückstisch auch den halben Tag gedeckt.� Er lachte.

?Ähm?könnte ich vielleicht vorher duschen ?� fragte ich vorsichtig. Irgendwie war mir das peinlich. ?Klar. Das Badezimmer is gleich nebenan. Ich geh schon mal nach unten. Die Küche findest du oder ?�  Ich nickte. Er verließ mein Zimmer. Ich atmete erstmal tief durch.

Dann stand ich auf und ging zur Tür. Das Badezimmer befand sich tatsächlich nebenan.

 Es war - wie alles in diesem Haus - ziemlich groß und war blau gefliest. Die Dusche hatte

Ungefähr die Ausmaße eines kleinen Gartenteiches. Ich legte meine Sachen auf den Boden und drehte das Wasser auf. Nachdem ich geduscht und mir neue Klamotten angezogen hatte

Machte ich mich auf die Suche nach der Küche. Dabei lief ich direkt Kalma in die Arme.

?Ach ne, wen haben wir den da ? Hast du dich verlaufen ?�, er grinste.

Ich machte vorsichtshalber einen Schritt rückwärts. ?Ich suche die Küche�, sagte ich. Sein grinsen wurde noch breiter. ?Na dann komm mal mit. Dahin bin ich nämlich auch grade unterwegs.� Ich folgte ihm die Treppe runter ins Erdgeschoss. In der Küche hatte sich schon der Rest der Monster versammelt und war fröhlich am futtern. Fleisch. Am frühen Morgen. ?Morgen.� rief Amen mit halbvollem Mund wobei ihm ein Stück von dem Steak aus dem Mund flog das er grade vertilgte. Es landete auf Kitas Teller. ?Verdammt Amen, pass gefälligst auf wohin du dein Frühstück verteilst !�, schnauzte dieser. ?Amen hat�s halt nich so mit dem guten Benehmen.�, grinste Kalma. ?Halt die Klappe. Ich brauch keine Ratschläge zum Thema Benehmen von jemandem, der nich mal weis wie man mit Messer und Gabel isst.� Fauchte die Mumie gereizt. ?Was soll dass denn heißen ?�, frage das Bikerzombie scharf. ?Wonach hat sich�s den angehört ?�, frage Amen zurück. ?SCHNAUZE�, brüllte Enary. ?Sag ihm das.�, knurrte Kalma worauf er sich von Enary eine kräftige Ohrfeige einfing.

Sein Unterkiefer flog durch die Luft und landete direkt vor meinen Füssen.

Ich starrte ihn endsetzt an. ?Falls es euch noch nicht aufgefallen ist, wir haben hier Minderjährige in der Küche. Also hört gefälligst auf rumzubrüllen und mit Körperteilen rum zu werfen�, meldete sich nun Lordi mit warnender Stimme. �Aber er hat doch?.�begann Amen kleinlaut ?Haben wir uns verstanden ?� fragte Lordi. Die Mumie nickte erschrocken.

Lordi reichte Kalma seinen Kiefer. Dieser setzte ihn mit geübtem Griff wieder ein.

Dann aßen alle weiter als wäre nichts gewesen.

 ?Dort drüben ist noch ein Platz für dich�, sagte Enary zu mir und deutete auf einen freien Stuhl zwischen Kita und Kalma. ?So was is bei uns normal.� Sagte Kita als ich mich neben ihn setze. ?Kalma und Amen kriegen sich öfter mal in die Haare.�, er grinste als er meinen verblüfften Blick sah. ?Ich schätze mal dass du kein Fleisch zum Frühstück magst.� Enary stellte einen Teller mit Brötchen, Butter und Marmelade vor mir auf den Tisch. ?Danke.� 

Ich lächelte verlegen. Nach dem Frühstück verkroch ich mich in meinem Zimmer und versuchte zu verdrängen was ich am Morgen erlebt hatte. Ich holte meinen mp3-player aus dem Koffer und schaltete ich ein. Die Musik beruhigte mich etwas. Ich lehnte mich auf dem Bett zurück und schloss die Augen. Plötzlich fasste mir jemand auf die Schulter. Ich riss erschrocken die Augen auf. Vor mir stand Kita. Ich nahm die Stöpsel aus den Ohren.

?Tut mir Leid. Ich hab geklopft aber du hast nicht aufgemacht. Ich wollte fragen ob ich dir das Haus und den Garten zeigen soll.�, sagte das Monster.

?Ähm?ja?okay.� Ich stand auf und folgte ihm in den Flur.

?Ich glaube wir fangen ganz unten an.� Wir stiegen alle Treppen nach unten in den Keller.

Dort war es recht kühl. Kita blieb vor einer großen, reich verzierten Holztür stehen. Er zog einen alten Schlüssel hervor und öffnete die Tür. Der Anblick der sich mir bot war atemberaubend. Hinter der Tür lag ein gigantischer Saal. Die Wände waren aus weißem Stein. In der Mitte war eine Art riesiger Pool eingelassen der am Rand flacher wurde. Um den Pool herum standen ein paar Liegen. Der Raum war mit etlichen Topfpflanzen dekoriert. Seltsamer weise war es hier weder dunkel noch kühl.

Die Temperatur war angenehm warm. ?Unsere kleine Oase.�, verkündete Kita.

?Wow !�, ich konnte meine Augen nicht von den vielen exotischen Pflanzen wenden.

Man kam sich vor wie im Urwald. ?Hast du schon hoch geguckt ?�

Ich legte den Kopf in den Nacken und mir klappte der Mund auf.

Jemand hatte einen Sternenhimmel unter die Decke gemalt. So originalgetreu, dass man das Gefühl hatte man läge wirklich unterm freien Himmel. ?Wer hat das gemalt ?�

Ich starre immer noch nach oben. ?Ich.� sagte Kita. ?Ne, du verarscht mich.� ?Nein wirklich.�, er grinste. ?Traut man mir nich zu das ich malen kann.�

?Tut mir leid. So meinte ich das nicht.� Jetzt musste er lachen.

?Komm. Das is noch längst nicht alles.� Im Erdgeschoss befanden sich Küche, Wohnzimmer, ein Bad und eine Abstellkammer. Vom Wohnzimmer führte eine Tür nach draußen auf die Terrasse. Wir gingen in den ersten Stock. ?Hier wohnen Kalma und Enary.� Er wollte grade an die Tür klopfen, als von drinnen ein Geräusch kam. ?Okay?die lassen wir jetzt besser in Ruhe.� In der nächsten Etage wohnte Lordi. Kita trommelte mit den Fingern gegen die Tür.

Nichts. Er drückte probehalber die Klinke herunter. ?Abgeschlossen. Nächste Treppe.�

?Hier wohnen Amen und ich. Ma gucken ob er sich wieder abgeregt hat.� ?WAS IS ?�, schnauzte es noch bevor wir zum anklopfen kamen.

?Drogenkontrolle !� rief Kita. Die Tür wurde aufgerissen. ?Habt ihr keine anderen Hobbys ?�, blaffte Amen. ?Ne grade nich. Wir dachten wir kommen dich mal besuchen.�

Er zog mich ins Zimmer. Die Wände waren in einem sehr hellen Blau gestrichen und Teppich war gelb wie Wüstensand. In einer Vitrine waren unzählige kleine Figuren Ägyptischer Götter aufgereiht. In einer Ecke befand sich ein kleines Sandsteinpodest in welches eine mit Wasser gefüllte Bronzeschüssel eingebettet war. Drumherum standen kleine Palmen. Es war als beträte man vom Flur aus die Wüste.

An der Wand hing eine E-Gitarre. ?Du spielst Gitarre ?� fragte ich. Ich kam mir einwenig bescheuert vor.

 Amen zog die Augenbrauen (oder das was ich für seine Augenbrauen hielt )hoch.

?Du weißt was ne Gitarre is ? Hätte ich dir gar nicht zugetraut. Du siehst nich grade aus als wärst du musikalisch begabt.� ?Halt die Klappe Amen. Nur weil du deine Tage hast musst du nich jeden anschnauzen.� Kita guckte leicht genervt. Amen holte tief Luft.

?Raus bevor ich austicke !�, stieß er hervor und griff nach seiner Gitarre. Wir verließen fluchtartig den Raum. Im Flur brach Kita in schallendes Gelächter aus.

?Okay. Jez zeig ich dir meine Bude.� meinte er als er sich wieder beruhigt hatte und öffnete seine Zimmertür. Neugierig warf ich einen Blick hinein.

Mein erster Gedanke was : ?Wow. Ich bin in einer anderen Galaxie�.

Der Raum war in ein bläuliches Licht getaucht. Die Fenster waren mit schwarzen Samtvorhängen verhängt. Kita schloss die Tür hinter mir. Jetzt nahm ich leise Klänge war. Eine Melodie aus Geräuschen, die mich entfernt an die Laute eines Wales erinnerten. Die Wände waren violett und mit schwarzen Zeichen bemalt. In der Ecke stand eine Art sehr großes, schwarzes Sofa. Daneben ein Gebilde aus schwarzem Stein und einer Glasplatte.

Ein Gang führte zu einem weiteren Zimmern. Darin stand etwas, was mich an eine gigantische, flache Schüssel erinnerte. Es war mit Kissen, Fellen und einer Decke ausgelegt.

?Mein Bett�, Kita grinste. ?Ist bequemer als es aussieht�, fügte er hinzu als er meinen skeptischen Blick sah.

Wir setzten uns aufs Sofa. Mir brannte eine Frage aus der Zunge die ich schon die ganze Zeit hatte stellen wollen. ?Sag mal?� ?Ja ?� ?Wieso habt ihr mich eigentlich adoptiert ?�

Kita holte tief Luft. ?Können wir wann anders darüber reden ?� ?O-okay?� Damit hatte ich nicht gerechnet. In diesem Moment hörten wir von neben an einen Höllenlärm. Wir rissen die Tür auf und sahen nur noch einen grauen Blitz die Treppe runtersausen. Einen paar Sekunden

standen wie da und lauschten, dann brach unten lautes Stimmengewirr los. Wir stürzten die Stufen hinunter ins Erdgeschoss. Dort lag Lordi auf dem Boden. Auf seiner Brust saß ein schuppiges, graues Wesen, dass wie wild an seinen Haaren zerrte. Es hatte entfernte Ähnlichkeit mit einem riesigen, geschuppten Chinchilla. Wütend versuche das Obermonster sich zu befreien aber das Wesen bohrten die Klauen in seinen Oberarm. 

Es hatte schon ein ganzes Büschel Monsterhaare im Maul. ?NEHMT DAS VERDAMMTE VIEH VON MIR RUNTER !� brüllte Lordi. Nun kamen auch Kalma, Amen und Enary dazu.

Kita und Amen stürzten sich auf das Wesen und zerrten es zur Seite. Es war wie verrückt am zappeln. Lordi rappelte sich und starrte es bitterböse an. ?Wem-gehört-das ?� fragte er leise und seine roten Augen funkelten böse. Kalma räusperte sich-?Also?gehören würde ich jetzt nicht unbedingt sagen?.� Langsam wandte sich das Obermonster ihm zu ?Nein?�, fragte es eine Spur zu freundlich um glaubenswürdig zu klingen ?Wie würdest du es denn sagen ?�

?Tja?ich würde eher sagen ich passe darauf auf?Es heißt Mörlyn�

?Aha. Und wenn du darauf aufpasst?WARUM ZU TEUFEL FÄLLT MICH DAS BIEST DANN AN, WÄRED ICH GANZ AHNUNGSLOS AUF DEM WEG NACH OBEN BIN ?� Ich zuckte zusammen und machte ganz vorsichtig ein paar Schritte zurück wobei ich prompt gegen Amen stieß. Er knurrte leise und sah dann weiter zu, wie Kalma immer mehr zusammen schrumpfte. ?GehmirbloßausdenAugen�, stieß Lordi hervor. Das Zombie drehte sich um und beeilte sich die Treppe rauf zukommen. ?Ich glaube du hast was vergessen�, rief Kita ihm fröhlich nach und schüttelte Mörlyn welcher ein gurgelndes Geräusch von sich gab. Kalma kam die Treppe wieder runter, schnappte seinen Schützling, bedachte das Manbeast mit einem Blick, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ und stampfte wieder nach oben.

?WENN ICH DIE MISSGEBURT NOCH EINMAL IN DIESEM HAUS SEHE KANNST DU SCHON MAL DEINE KNOCHEN NUMMERIEREN�, brüllte das Obermonster ihm nach. Dann drehte er sich um und wollte in die Küche gehen. Doch Enary gab ein endsetztes Keuchen von sich und Kita riss erschrocken die Augen auf. Lordi� Haare waren dort wo

Mörlyn daran gezehrt hatte mindestens 5 cm kürzer. ?Deine Haare?� sagte die Enary tonlos.

Lordi Griff in seine schwarze Mähne und erstarrte. ?Oh-nein. Das ist jetzt nicht wahr.�

?Die müssen wir wohl abschneiden�, die Walküre machte einen Schritt auf ihn zu.

?Vergiss es. Keiner schneidet an meinen Haaren rum.�, er hob abwehrend die Hände.

Sie packte ihn am Arm und zerrte ihn in die Küche. ?Komm mit nach draußen�, sagte Kita rasch und zog mich zur Haustür. Aber ich hörte noch wie Lordi in der Küche wie verrückt anfing zu brüllen. Das einzige was ich verstand waren die Worte ?Ich fresse seine

Gedärme !� Dann fiel die Tür hinter mir ins Schloss.

 

(c) by Deadite Girl 2007